Ansprechende Produktbeschreibungen prägen das Online-Erlebnis Ihrer potenziellen Kunden. Oft liefern sie das letzte Detail, das zur Buchung führt. Das gelingt nur gut geschriebenen Artikelbeschreibungen: Sie überzeugen Website-Besucher, dass sie bei Ihnen das Richtige gefunden haben. In diesem Beitrag lesen Sie, wie Sie Produkttexte schreiben, die verkaufen.
Warum Produktbeschreibungen so wichtig sind
Bevor es um konkrete Schreibtipps geht, lohnt ein Blick darauf, warum Artikelbeschreibungen keine Nebensache sind. Online-Shopping und Online-Mieten haben für Kunden klare Vorteile gegenüber dem Ladengeschäft: Ihre Kunden beschaffen und bewerten Informationen bequemer und vergleichen Angebote schneller. Im Laden hilft dafür eine freundliche, kundige Verkaufsperson. Sie beantwortet Fragen und bietet von sich aus Services an. Außerdem schätzen Kunden dort die tatsächlichen Maße besser ein, nehmen das Produkt mit allen Sinnen wahr, halten es in der Hand oder testen es. Das sind wichtige Entscheidungshilfen.
Dieses physische Erlebnis und den persönlichen Kontakt muss Ihre Website ausgleichen und das entscheidende Plus an Information und Überzeugungskraft liefern. Zusammen mit attraktiven Produktbildern und aussagekräftigen Videos spielen Produkttexte dabei die Hauptrolle. Erst ein stimmiges Online-Marketing-Paket schließt die Informationslücke zwischen Webshop und Einkauf vor Ort und macht auch ein digitales Geschäft zu einem emotionalen Erlebnis.
7 Punkte, die zu guten Artikelbeschreibungen gehören
- Kunden kennen
- Bilder im Kopf erzeugen
- Nutzen vermitteln
- sich kurzfassen
- übersichtlich bleiben
- sich auf Bilder und Daten beziehen
- SEO: Suchmaschinenoptimierung
Produkttexte, die im Marketing etwas bewirken, schreiben Sie nicht nebenbei. Verkaufende Produktbeschreibungen wecken Lust auf Kauf oder Miete. Die Erwartungen, die sie wecken, erfüllen Sie anschließend mit Service und Leistung. Gute Artikelbeschreibungen bringen dafür eine Reihe von Kriterien unter einen Hut. Mit Konzentration und etwas Übung schreiben Sie trotzdem gute Produkttexte. Hier die Kriterien im Einzelnen.
1. Sich bei der Beschreibung in Kunden hineinversetzen
Ihre Artikelbeschreibungen sprechen ein mehr oder weniger breites Kundenspektrum an, denn Sie können sie nicht auf jede einzelne Personengruppe zuschneiden. Die Neueinsteigerin muss sich darin genauso wiederfinden wie der langjährige Fan, der nur nach Neuigkeiten sucht. Diese Bandbreite betrifft Inhalte und Sprache: Fachjargon auf der einen Seite, erklärende Informationen mit Beispielen auf der anderen. Definieren Sie deshalb Ihre Zielgruppen und deren Bedarf und sprechen Sie alle gleichermaßen an. Im Idealfall finden Ihre Wunschkunden alle aus ihrer Sicht wichtigen Informationen und weichen nicht auf andere Websites aus.
Die Lücke zwischen Einsteigern und Erfahrenen schließen Sie mit Abschnitten oder Tabellen voller relevanter Daten, Fakten und Details. Ergänzen Sie diese durch eigene Bereiche mit leicht verständlichen Erklärungen.
2. Mit konkreten Beschreibungen überzeugen
Gute Artikelbeschreibungen erzeugen im Kopf Ihrer Leser ein realistisches Bild vom Produkt. Dazu gehören genaue Angaben zum Aussehen, zu Eigenschaften und Funktionen und, wo es passt, Anwendungsbeispiele. Das gelingt Ihnen, wenn Sie den Artikel beim Schreiben zumindest gedanklich vor sich haben und sich gleichzeitig in Ihre Zielgruppe hineinversetzen. Dazwischen bauen Sie eine bildhafte Brücke aus Worten.
Vorsicht mit allzu euphorischen Lobreden und verschwiegenen Mängeln. Spätestens wenn Ihre Produktbeschreibung Erwartungen weckt, die das Mietobjekt nicht erfüllt, ärgern sich Ihre Kunden. Die Rückgabe wird schwierig, und auf eine Folgebuchung brauchen Sie nicht mehr zu hoffen. Viele Interessenten spüren schon beim Lesen, ob Sie echte Informationen liefern oder leere Versprechen, und sind im zweiten Fall weg.
Aggressives Marketing, das mehr verspricht als es hält, ist im Onlinegeschäft riskant. Ihre Bewertung in Kundenbewertungen kann so schnell steigen wie abstürzen, und der Weg zurück ist mühsam. Sorgfalt und Ehrlichkeit zahlen sich im Vermietgeschäft doppelt aus, schon weil Sie Ihre Kunden mindestens „immer zweimal sehen“.
3. Vorteile und Nutzen des Produkts hervorheben
Artikelbeschreibungen sollen Bedürfnisse ansprechen und verkaufen. Darauf zielt jede Stellschraube im Marketing. Ein guter Verkäufer schätzt zuerst den Kundentyp ein, ermittelt den Bedarf und hebt dann gezielt die passenden Produktvorteile und den Kundennutzen hervor. Ihre Artikelbeschreibung ist ein Verkäufer in Textform und muss das Gleiche leisten, ohne den Kunden vor sich zu haben.
Die Vorteile eines Produkts ergeben sich aus dem Vergleich: Was leistet es besser als andere? Der Nutzen ist das, was Ihre Kunden interessiert: Was haben sie davon, und wofür brauchen sie es? Dafür brauchen Sie als Verfasser Vorstellungskraft und Erfahrung mit dem Produkt. Auch kurze Geschichten, die Gefühle wecken, helfen Ihnen dabei.
Mietinteressenten ohne Vorwissen brauchen einleuchtende Erklärungen, warum ein bestimmtes Modell mit seinen Eigenschaften zu ihrem Zweck passt. Erfahrene Fans interessieren sich dagegen für spezielle Features, die sie ausprobieren möchten oder mit denen sie schon gute Erfahrungen gemacht haben.
4. In der Kürze liegt die Würze
Ihre Kunden haben es bei der Suche im Internet meist eilig. Lange Texte mit komplizierten Abwägungen oder ausschweifenden Geschichten schrecken sie ab. Einen Webshop verlassen Ihre Besucher mit einem Klick, viel schneller als ein Ladengeschäft. Gute Produktbeschreibungen schaffen den Spagat zwischen umfassend und kurz.
Das widerspricht dem vorigen Abschnitt nur scheinbar. Es geht um den äußeren Rahmen. Geben Sie Details, wichtigen Informationen und der Kundenansprache klare Vorgaben und Formate: Fließtext mit festgelegter Zeichenzahl, gegliedert in Abschnitte mit Zwischenüberschriften. Vermeiden Sie Wiederholungen und leere Worthülsen und kommen Sie auf den Punkt.
5. Produktbeschreibungen mit leicht lesbarer Struktur schreiben
Dieser Punkt hängt eng mit dem Kurzfassen zusammen. Eine klare optische Gliederung hilft Ihren Lesern, beim Überfliegen in wenigen Sekunden das Gesuchte zu finden und zu entscheiden, ob sie bleiben.
Besucher Ihres Webshops mögen:
- Überschriften, die den folgenden Inhalt ankündigen
- kurze Absätze mit Zwischenüberschriften
- hervorgehobene Schlüsselwörter in Fettschrift
- kurze Aufzählungen der Hauptaspekte
6. Bezug zu Bildern und Daten herstellen
Gelungene Produktseiten in Ihrer Online-Buchung bestehen aus Produktbeschreibungen, Tabellen mit technischen Daten und Maßen, Bildern oder Videos und Angaben zur Abwicklung. Verknüpfen Sie diese Elemente miteinander. Greifen Sie im Produkttext zum Beispiel ein Detail auf einem Foto auf, betonen Sie die Bedeutung einer Leistungsangabe im Datenblatt oder verweisen Sie auf eine Szene im Anwendungsvideo.
Behalten Sie im Kopf: Ihre Artikelbeschreibungen übernehmen die Rolle der Verkaufsperson und sprechen an ihrer Stelle. Sie „führen“ das Fahrrad, das Wohnmobil oder die Baumaschine vor und erklären besondere Eigenschaften. Erst die Produktbeschreibung führt die verschiedenen Informationsquellen zusammen und nimmt Ihren Interessenten diese Arbeit ab. Sie wirkt wie ein kurzer, kompetenter Ratgeber. Je anschaulicher Sie schreiben, desto eher folgen Ihre Besucher dieser Führung und buchen.
7. Für Suchmaschinen optimieren: SEO nicht vergessen
Online-Kunden finden Sie über Suchmaschinen. Google, Bing und andere vermitteln zwischen Suchenden und Anbietern. Ihre Algorithmen verstehen Suchabsichten immer besser und liefern passende Ergebnisse. Für Sie als Anbieter zählt, in der Ergebnisliste möglichst weit oben zu stehen. Das ist das Ziel von SEO. Ein wichtiger Ranking-Faktor ist die Wortwahl: die „richtigen“ Wörter an der richtigen Stelle. Gemeint sind die Begriffe, nach denen Ihre Wunschkunden suchen, also Keywords oder Suchbegriffe.
Damit Interessenten Ihre Mietobjekte finden und buchen, gehören deren Suchbegriffe in Ihre Artikelbeschreibungen. Reihen Sie Keywords dabei nicht sinnlos aneinander. Solches Keyword-Stuffing werten Suchmaschinen heute negativ. Produkttexte, die Sie in Suchmaschinen sichtbarer machen, verwenden Wörter, Formulierungen und Fragen, die für Ihre Interessenten relevant sind. SEO ist ein Kapitel für sich und ein eigener Beruf. Ihre Wunschkunden kennen trotzdem Sie selbst am genauesten: Wonach suchen sie?
